EQUIPMENT

Die wichtigsten Werkzeuge des Mastering-Ingenieurs sind ein Paar gesunde Ohren und die Fähigkeit, diese für kritisches Hören zu benutzen. Letzteres basiert normalerweise auf Training und Erfahrungen durch Umgang mit verschiedensten Musikproduktionen und dem Fokus auf die speziellen Zielstellungen beim Mastering: Dessen primäre Aufgabe ist es, eine in vielen Prozessen entstandene Produktion so aufzubereiten, dass sie der „Außenwelt“ so überzeugend wie möglich dargeboten wird. Mastering kann man auch als die Schnittstelle zwischen Künstlern/Produzenten und Publikum betrachten.
Um diese Funktion optimal erfüllen zu können, braucht es Arbeitsbedingungen, die den Kontakt zu beiden Welten bestmöglich unterstützten. Sich dazu zwischen teurem Equipment in einem hermetisch abgeschlossenen Studio zu vergraben, wäre nicht der beste Weg, um das zu erreichen. Meine bevorzugte Arbeitsumgebung ist deshalb diese hier:

 

CONTROL ROOM

Wie viele top Mastering-Ingenieure arbeiten ich vorzugsweise allein und unbesucht – abgesehen von zeitweiligen Besuchen von Künstlern oder Produzenten, um Zwischenergebnisse vorzuspielen oder um weitere Zielstellungen zu besprechen. Ein großes Studio, ausgestattet mit erkennbar hochwertiger Hardware, ist in dem Fall nicht erforderlich – es sei denn, man möchte die zeitweiligen Besucher mit dessen Ausstattung beeindrucken. Wie oben begründet, kann der Kontrollraum ein Wohnraum mit Tageslicht und Fenstern für Frischluft sein. Darüber hinaus sollte der Raum so gestaltet sein, dass unter diesen Bedingungen ein Akustik-Management bestmöglich funktioniert. Wichtig in dem Zusammenhang: Computer sollten akustisch so abgeschirmt sein, dass im Kontrollraum keinerlei Lüfter- oder sonstige Maschinengeräusche stören. In meinem Fall stehen die Rechner im Nachbarraum.
Das Ziel, die Schnittstelle zwischen Produktion und Konsumenten zu bilden, erreicht man am besten, wenn in einer Arbeitsumgebung gemastert wird, die der ähnelt, in der das Produkt letztlich konsumiert wird – auch wenn das Spektrum dabei vom Küchenradio über die Anlage im Auto bis zur hochwertigen Home-Cinema-Ausstattung in dafür optimierten Räumen reicht, sodass natürlich nicht jedes mögliche Szenario einkalkuliert werden kann.
Und nicht zu vergessen: Ein weiterer großer Vorteil eines Studios in einem Wohnraum sind die niedrigeren Preise für die Kunden, da keine teure Studiomiete mitfinanziert werden muss.

MONITORE (passend zum Abhörraum)

Der Kontrollraum bestimmt weitgehend auch die Wahl der dazu am besten passenden Monitor-Systeme. Oberhalb eines gewissen Qualitätsstandards müssen das keineswegs die teuersten sein, denn die würden in vielen Fällen für den jeweiligen Kontrollraum gar nicht geeignet sein.

MONITOR DAC

Mindestens so wichtig wie die richtigen Lautsprecher und Kopfhörer ist ein Monitor-D/A-Wandler mit exzellenter Neutralität und Transparenz. Zu diesem Zweck verwende ich einen

Dieser DAC hat übrigens ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis (kostet z. Zt. nur etwa 1.000,- EUR). Und er kann über eine Fernbedienung gesteuert werden, wodurch man z. B. die Monitorlautstärke ändern oder in den Mono-Mode schalten kann, ohne dabei den Sweet Spot zu verlassen.

weitere AD-/DA-WANDLER:

DAWs:

PLUG-INs:

COMPUTER/INTERFACES:

MIKROFONE:

VORVERSTÄRKER / CHANNELSTRIPS:

 

 

 

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